Little Feat waren eine eklektische Band, die
Blues-, R&B-,
Country- und
Rock-Einflüsse mischte. Songwriter, Gitarrist und Bnadleader Lowell George trat als Kind gemeinsam mit seinem Bruder Hampton in der TV-Sendung Ted Mack’s Original Amateur Hour auf, wo die beiden ein Duett auf der Harmonica spielten. Während seiner Schulzeit lernte er, Querflöte zu spielen. Später war er als Oboist und Saxofonist auf einigen Aufnahmen
Frank Sinatras zu hören. 1965 gründete er zusammen mit dem Schlagzeuger Richie Hayward die Folkrock-Gruppe
The Factory. Nach deren Trennung schloss er sich
Frank Zappas
Mothers of Invention an, bei denen er Roy Estrada traf, mit dem er 1969 gemeinsam mit Richie Hayward und Billy Payne Little Feat gründete. Die ersten beiden Alben der Band wurden trotz durchwegs positiver Reviews keine Verkaufsschlager. Dementsprechend legte die Gruppe eine Pause ein, und Estrada hängte seine Musikkarriere an den Nagel, um stattdessen Programmierer zu werden. 1972 wurde er durch Kenny Gradney aus New Orleans ersetzt. In dieser zweiten Phase stießen außerdem Gitarrist Paul Barrére sowie der Percussionist Sam Clayton hinzu und verliehen der Musik der Band eine funky Note, die beispielsweise auf dem 1973er-Album Dixie Chicken zu hören ist. Nach der Veröffentlichung des Albums tourte die Band ausgiebig und erspielte sich eine Fangemeinde in den gesamten USA. Nichtsdestotrotz blieb die Band immer fest in Los Angeles verwurzelt, da viele der Mitglieder nebenbei auch als Studiomusiker arbeiteten. Obwohl die Band Kultstatus erreichte, waren einige der Mitglieder frustriert von Georges neurotischem Verhalten und seinen Drogenexzessen. Barrére und Payne wurden zu den Hauptsongwritern und sorgten für den Jazz-Fusion-Sound der Band in der zweiten Hälfte der 70er Jahre. Nach einer längeren Pause brachten Payne, Barrére, Hayward, Gradney, und Clayton Little Feat 1988 erneut zusammen, ergänzt um den Sänger und Gitarristen Craig Fuller sowie den Gitarristen Fred Tackett, und die Band ging weiter auf Tour, veröffentlichte außerdem aber auch neue Musik. Nach einem Kampf gegen eine Lebererkrankung starb das Gründungsmitglied Richie Hayward 2010 an einer Lungenentzündung. Auch nach seinem Tod tourte die Band weiter, mit Gabe Ford als neuem Drummer.